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News & Events
2009

 

Vollständiger Wortlaut der Amsterdammer Erklärung über die

Transparenz und Berichterstattung

 

Wir, der Vorstand der Global Reporting Initiative (GRI), vertreten die Auffassung,

dass  mangelnde Transparenz im bestehenden System der Berichterstattung zum

Scheitern der Unternehmen führte. Zwar nehmen wir wahr, dass bestimmte

Regierungen Führungsstärke hinsichtlich der Offenlegung zur unternehmerischen

Nachhaltigkeit bewiesen haben, gleichzeitig appellieren wir aber an alle

Regierungen, das weltweite System hinsichtlich der Berichterstattung im Bereich

der Nachhaltigkeit zu erweitern und zu stärken. Insbesondere müssen Annahmen

in Bezug auf die Eignung der freiwilligen Berichterstattung neu bewertet werden.

 

Wir, der Vorstand der GRI, schlussfolgern, dass:

 

        Die Auswirkungender derzeitigen Wirtschaftskrise wären mit einem  weltweiten System zur Transparenz und Rechenschaftspflicht, das auf der Anwendung der gebührenden Sorgfalt und Berichterstattung der ESG-Leistung beruht (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung),milder ausgefallen.

 

        Der tiefgreifende Vertrauensverlust gegenüber entscheidenden Institutionen wird am Besten durch die Einführung einer weltweiten Richtlinie zur Berichterstattung überwunden, die Transparenz fördert und von allen entscheidenden Sektoren der Gesellschaft getragen wird.

 

        Ein wiedererstarktes und widerstandfähiges Wirtschaftssystem wird nur Bestand haben, wenn es über die gesamten Kosten und den Wert der ESG-Leistung Rechenschaft ablegt.

 

Daher appelliert der Vorstand der GRI an Regierungendurch folgende Schritteeine Führungsrolle zu übernehmen:

 

1.       Einführung von Maßnahmen Unternehmen zu verpflichtenüber  ESG-Leistung Rechenschaft abzulegen oder öffentlich  erklären zu lassen, warum dies nicht erfolgt ist.

 

2.       Obligatorische Berichterstattung über die ESG-Leistung, insbesondere: staatseigene Unternehmen, staatliche Pensionskassen und öffentliche Investitionsagenturen.

 

3.       Integration nachhaltiger Berichterstattung innerhalb des entstehenden weltweiten Finanzregulierungsrahmens, der von den G20 derzeit entwickelt wird.

 

Darüber hinaus betonen wir, dass die Konzentration auf die derzeitige Finanzkrise die Krise der Nachhaltigkeit zu überdecken droht, die ansich schon eine Jahrhundertkrise istund eine noch größere Gefahr für unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften darstellt.

 

Vorstand der Global Reporting Initiative: Prof. Mervyn King (Vorsitz), Fr. Jacqueline Aloisi de Larderel, Hr. Ignasi Carreras, Hr. Kishor A. Chaukar, Hr. John Elkington, Fr. Denise Esdon, Hr. John Evans, Hr. Sean Harrigan, Hr. Ernst Ligteringen, Dr. Simon Longstaff, Hr. Herman Mulder, Hr. Kumi Naidoo, Hr. Peter Wong, Hr. Ricardo Young Silva.

 


 
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